Anpassung der MWST-Sätze

Das Schweizer Stimmvolk hat die sogenannte Rentenreform 2020 am 24. September an der Urne abgelehnt. Dadurch ändern sich die Mehrwertsteuer-Sätze auf den 1. Januar 2018.

In den aktuellen MWST-Sätzen ist ein Anteil für die Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung IV enthalten. Dieser wurde 2011 eingeführt, ist bis Ende 2017 befristet und sollte durch die abgelehnte Rentenreform ab 2018 zur Finanzierung der Altersvorsorge AHV verlängert werden. Dieser Teil fällt jetzt 2018 weg. Dafür kommt aber im Gegenzug die Steuererhöhung für die Finanzierung der Bahninfrastruktur zum Tragen. Dies führt dazu, dass sich der Normalsteuersatz und der Sondersatz für Beherbergungsleistungen zum 1. Januar 2018 verändern.

Die angepassten MWST-Sätze haben einen unmittelbaren Einfluss auf Ihren Ein- und Verkaufsprozess und müssen in Ihrem ERP-System gepflegt werden. Oft soll in diesem Zug auch sichergestellt werden, dass die alten Sätze ab Kalenderjahr 2018 nicht mehr verwendet werden können. Sind die neuen MWST-Sätze im System verfügbar, müssen die Konditionen in der Preisfindung Ihrer Produkte zeitbezogen angepasst werden. Ein besonderes Augenmerk muss auch jahresübergreifenden Kundenverträgen gewidmet werden. Last but not least kann sich ein kritischer Blick auf die Formulare lohnen, um die MWST-Konformität zu prüfen.

Es lohnt sich auf alle Fälle die neuen MWST-Sätze bereits jetzt einzurichten und die nötigen organisatorischen und technischen Massnahmen einzuleiten, um nicht Ende Jahr unter Druck zu kommen. Process Partner unterstützt Sie dabei gerne.

PS: Um sich im Detail mit dem Thema auseinander zu setzen, empfehlen wir Ihnen die Webseite der Eidgenössischen Steuerverwaltung (Bereich Mehrwertsteuer): https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/mehrwertsteuer.html

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