In-Memory und HANA

Erst Datenbank, dann Plattform, inzwischen Basis von S/4HANA Enterprise Management: SAP HANA

Was SAP HANA ist und wo die In-Memory-Technologie heute und in der Zukunft zum Zuge kommt.

SAP HANA wird 2011 als Datenbank vorgestellt. Das ist zunächst nur ein Versprechen in vier Buchstaben. Die High Performance Analytic Appliance ist wortgetreu gemacht für sehr schnelle analytische Anwendungen («Real Time»). Und wenn nötig auch mit vielen Daten gleichzeitig. Damit wäre sie wie geschaffen für eine wichtige Anforderung der Gegenwart und Zukunft: Big Data.

Seit 2011 ist die In-Memory-Technologie in der SAP HANA-Datenbank am Markt verfügbar. Da sie sämtliche Daten im Arbeitsspeicher hält, löst sie das erste Versprechen ein – leistungsfähig zu analysieren. Zudem profitierte das traditionell auf Reporting und Analyse spezialisierte SAP Business Warehouse als erstes von der Innovation. Das erste SAP HANA-optimierte Produkt hiess SAP BW powered by SAP HANA und ist seit 2012 verfügbar.

2013 entwickelt sich SAP HANA zur Plattform

Die Idee bestand darin, die klassischen Algorithmen aus der ABAP-Welt, also Berechnungsmechanismen, die in SAP-eigener Programmiersprache geschrieben sind, in die SAP HANA-Datenbank zu transferieren, um damit die zeitaufwendigen «Server-Roundtrips» zwischen Datenbank- und Applikationsserver zu minimieren. Nicht unwesentlich war dabei, auf die bisherigen relationalen Datenbanken verzichten zu können. Diese stammen zu einem grossen Anteil von Wettbewerbern. Zudem ist deren traditionelle Architektur für die Aufgaben des digitalen Wandels nicht optimiert, wo es um Echtzeit, Big Data und das Internet der Dinge geht.

Die In-Memory-Technologie ist der Schlüssel für eine neue Generation von IT-Infrastruktur und leitet einen Paradigmenwechsel in der IT ein. Das beste Beispiel dafür ist die SAP Business Suite, das Kernprodukt, das von den Finanzen über die Logistik bis hin zu den Kundenprozessen die wichtigsten Bereiche im Unternehmen abdeckt. Die Informationslogik wurde erhalten, jedoch in die Welt von SAP HANA transferiert. Es entstand unter anderem die SAP Business Suite powered by SAP HANA. SAP HANA etablierte sich als Plattform, auf der mehr und mehr Anwendungen entstanden.

2015 entsteht SAP S/4HANA als erste Komplettlösung auf Basis von SAP HANA

Das erste Produkt aus dem Hause SAP, das nicht „nur“ im Nachhinein mit Hilfe der SAP HANA-Plattform leistungsfähiger gemacht wurde, ist S/4HANA Enterprise Management. Hier ist nicht nur die Informationslogik aus der ABAP-Welt integriert, sondern zusätzlich das Datenmodell vereinfacht worden. Sprich: SAP konzentriert sich auf die Kerndatenstrukturen, entschlackt und vereinfacht die vorhandenen Anwendungen. „Die Plattform wächst den Anwendungen entgegen und die Anwendungen der Plattform.“ SAP S/4HANA ist die erste Komplettlösung aus dem Hause, die SAP HANA-optimiert und auf der Basis der SAP HANA-Plattform entwickelt wurde.

Auf Basis der SAP Cloud Platform sind eigene Funktionalitäten möglich

Über die SAP Cloud Platform ist es möglich, zusätzliche Anwendungen dem weitgehend standardisierten Kern etwa von SAP S/4HANA hinzuzufügen. Zudem lässt sich der gelieferte Umfang an Anwendungen kundenspezifisch erweitern und es können eigenständige Applikationen basierend auf SAP HANA entwickelt werden. Die SAP Cloud Platform betreibt die SAP für ihre Kunden im eigenen Rechenzentrum. Java-Anwendungen, für Tablet und Smartphone entwickelte Lösungen sowie die Integration der Cloud-Anwendungen in die bestehende On-Premise-Welt vor Ort gehören zum Platform-as-a-Service-Angebot dazu.

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Simon Butz

Head of Productmanagement & Technology

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